Stiftung aktuell ...

Keine Zinsen, das Ende der Stiftungen?

Nein, auf keinen Fall, so der Vorstand der Stiftung Martinshof. Ja, es ist so, dass Zinserträge bereits seit einigen Jahren deutlich reduziert sind. Es wird wohl noch einige Jahre so bleiben. Da macht es auch wenig Sinn das Geld im Koffer zur Bank in China zu tragen oder mit Aktien zu spekulieren. Wenn die Stiftung Zuwendungen bekommt, müssen diese zeitnah für die Stiftungszwecke Verwendung finden. Es ist also wenig hilfreich untätig auf die Zinswende zu warten. Besser sind Aktivitäten für die Einwerbung von Spenden. So kann die andauernde Null-Zins-Phase durchaus überwunden werden und "Stiftungen tun ihr Ding", sie unterstützen ihrem Zweck entsprechend bedürftige Menschen.

Wir haben geerbt ...

Der Stiftung Martinshof wurde testamentarisch ein Wohnhaus in der Bremer Neustadt vermacht. Das Objekt wurde im Sommer 2019 durch einen Testamentsvollstrecker übergeben. Der Erblasser hat verfügt, das Objekt dem Grundvermögen der Stiftung zuzuführen. Nach Überlegungen sind Vorstand und Kuratorium zu dem Ergebnis gekommen das Haus trotz der Mieteinnahmen zu verkaufen. Gegenstand der Stiftung ist in der Regel nicht die Wohnungsverwaltung, besonders wenn auch Modernisierungen erforderlich sind. Trotzdem, dem Erblasser ist zu danken und das Stiftungskapital ist für die Stiftungszwecke gewachsen.

Satzung der Stiftung aktualisiert

Die Satzung der Stiftung wurde angepasst: Aufgrund von Anforderungen des Steuerrechts, aber auch infolge von Veränderungen der Rechte der Menschen mit Behinderungen wurde die Satzung aktualisiert. Gefördert werden können Menschen mit Behinderungen, auch wenn sie nicht direkt in der Werkstatt beschäftigt sind oder waren. „Die Möglichkeiten der Stiftungsförderung haben wir damit erweitert“, so Günter Stamerjohanns, der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung.
Die bremische Stiftungsaufsicht hat der Veränderung im Mai 2019 zugestimmt.

Neu im Kuratorium der Stiftung: Monika Mehrtens

Neu im Kuratorium der Stiftung Martinshof: Die engagierte Center-Managerin des „Weserpark“, Monika Mehrtens, ist seit April 2019 Mitglied des Kuratoriums. Sie kennt die Werkstatt Bremen/Martinshof seit vielen Jahren. Mit den Bremer Senatsprodukten (Konfitüren, Kaffee und mehr) im Gepäck bringt sie auf ihren Reisen immer ein Stück Bremen und damit auch den Martinshof an andere Orte. Beschäftigte der Werkstatt trifft sie sehr oft im großen Einkaufspark im Bremer Osten. Gerne will sie das Anliegen der Stiftung Martinshof unterstützen. Alle freuen sich über die Zusammenarbeit und neben der Senatorin eine weitere aktive Frau im Kuratorium der Stiftung.

Forderung einer Stiftungsrechtsreform

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen fordert eine Stiftungsrechtsreform, die mehr Rechtssicherheit durch bundeseinheitliche Vorschriften

  • mehr Schutz für den Vorstand durch angemessene Haftungsregelungen
  • mehr Flexibilität für notleidende Stiftungen durch Umwandlung in Verbrauchsstiftungen
  • Erleichterungen bei der Zusammenlegung und Zulegung mit anderen Stiftungen
  • Erleichterungen bei Zweck- und Satzungsänderungen durch den Stifter gewährleistet

und nachhaltig bessere Bedingungen für die Stiftungsarbeit bewirkt. Dieses Anliegen des Bundesverbandes wird von den Stiftungen in Bremen breit unterstützt.