So helfen wir

Erstmals Förderpreis Inklusion in Bremen vergeben

Erstmals hat die Stiftung im November 2019 unter großer Beachtung der Medien den „Förderpreis Inklusion“ vergeben. Yvonne Blendermann und Iwan Zurkin erhielten den Preis für ihre Zielstrebigkeit vom Martinshof auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wechseln. Je ein Arbeitsplatz wurde bei der Bremer Heimstiftung und im Edeka-Center gefunden.

Mut machen, den anderen Beschäftigten, aber auch den Betrieben in Bremen, um gesellschaftliches Miteinander möglich zu machen. Inklusion praktisch und individuell umsetzen, also eine echte Teilhabe ist ein wichtiges Anliegen der Stiftung Martinshof.

Therapie-Dreirad Duo oder E-Tandem-für-Zwei

Es gibt Menschen, die fahren den ganzen Tag auf zwei Reifen und wollen dennoch gerne mal auf ein E-Bike umsteigen. Fast unglaublich, aber das geht. Die Stiftung Martinshof hat auf Antrag des Martinshofes in Vegesack ein solches Elektro-Dreirad im Wert von über 5.000 Euro beschafft. Zweck ist, dass auch Rollstuhlfahrer der Betriebsstätte einen Fahrradausflug machen können. Bei der Übergabe auf dem Betriebsgelände fehlte noch der Schutzhelm. Die wurden inzwischen aber gekauft. Das Dreirad wird gerne und häufig genutzt.

Einfach mal raus und neues entdecken

Die Stiftung fördert ein- oder mehrtägige Reisen. Arbeitsgruppen, wie hier der Büroservice des Martinshofes Buntentor, wollen auch mal gemeinsam etwas erleben. Eine andere Stadt kennenzulernen, aber auch eine andere Werkstatt zu besuchen, kann das Ziel sein. Die Gruppe muss dann die Reise planen und es müssen Eigenmittel für die Reise angespart werden.

Die Stiftung hat solche Fahrten nach Bad-Zwischenahn, an die Nordsee oder auch nach Hameln mitfinanziert. Ja, nicht nur Arbeit hält die Menschen zusammen. Gemeinsame Erlebnisse tragen auch dazu bei und man kann so schön erzählen: „Weiß Du noch …..?“

Bremen erleben: Inklusive Stadtführungen

Stadtführungen für Bremerinnen und Bremer, warum nicht. Arbeit in den Werkstätten ist ja nicht alles. Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung mit Unterstützung der Stadtführerin Christine Renken Führungen als arbeitsbegleitende Maßnahmen, eben Stadtführungen durch die Geschichte Bremens, organisiert. Knapp 400 Beschäftigte haben in den Jahren 2018/2019 in kleineren Gruppen an den Spaziergängen durch die Innenstadt teilgenommen. Dabei wurden Touristen auf dem Marktplatz gelegentlich einfach mitgenommen. 

Stadtmusikanten im Kwadrat

Im Juni 2019 präsentierte die Stiftung ein unterhaltsames musikalisches Märchen in Kooperation mit einer Gruppe der Bremer Philharmoniker. Schließlich wurde in diesem Jahr der 200. Geburtstag des Märchens der Brüder Grimm gefeiert. Etwa 150 Gäste aus dem Martinhof und Gäste der der Bremer Krebsgesellschaft lauschten auch der „Märchenerzählerin“ Carolin Hauer vom Projekt „Krebs verständlich“, die die Geschichte anschaulich in einfacher Sprache vortrug. Eine sehr gelungene Veranstaltung mit großem Applaus und mehreren Zugaben am Ende. 

Schlagwerk in der Fertigungshalle

Die Beschäftigten des Martinshofes zählen im Allgemeinen nicht zu den eifrigsten Konzertbesuchern der Philharmoniker. Warum kommen eigentlich nicht mal Musiker in die Werkstatt fragte sich die Stiftung Martinshof. Das wäre mal etwas Neues und würde Abwechslung in den Arbeitsalltag bringen. Marko Gartelmann und Matthias Entrup von den Bremer Philharmonikern sahen darin kein Problem. Beide Schlagwerker zeigten, mit Maschinen und Gerätschaften, mit Gitterboxen oder Kartons, selbst mit dem Rollenförderband lässt sich Musik machen. Rhythmus würde den Menschen im Blut liegen und den Beschäftigten des Bremer Martinshofes ganz besonders Und mit dieser Anleitung „trommelte“ dann im März 2019 und 2020 die Fertigungshalle. Ein Riesenspass und mal Abwechslung in der Produktion der Teeabfüllung oder in der Halle Lohnfertigung.

Kunstmaschinen und Rote Beete Kreationen

Im September 2018 wurden die Ergebnisse von Kunst-Workshops mit Beschäftigten des Bremer Martinshofes in der „Weserburg“ auf dem Teerhof präsentiert. In Kochtöpfen und auf Tellern sind in Gemeinschaftsarbeit bunte Präsentationen aus Zusammenstellungen von verschiedenen Gemüseprodukten entstanden. Bunte Farben waren zu bestaunen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher haben sich anlässlich der Präsentation inmitten der Stadt Bremen diesem Genuss hingegeben. Mit dem Ziel „Ab ins Leben“ gingen die Künstler mit den Teilnehmern auf die Suche nach dem Genuss. Die „Kunst-Workshops“ haben den Beschäftigten viel Spass gemacht, es war ein wirklicher Bildungsurlaub.

Inklusion fängt beim Kochen an

Alle Tricks am Herd kennt der ehemalige Bremer Sternekoch Arnd Feye. Ab Juli 2018 eröffnete er mit Senatorin Anja Stahmann eine Serie von Kochkursen für Beschäftigte des Martinshofes. Mut machen zuhause eigenständig zu kochen, wenigstens am Wochenende, war das Ziel für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Martinshofes. Einkaufen, vorbereiten, zubereiten und mit Genuss aufessen hat dann auch richtig Spaß gemacht. Über zwei Jahre waren dann auch etwa 150 Personen in den Kochkursen, die von der Stiftung Martinshof finanziert wurden. Und als Zertifikat gab es eine klassisch weinrote Schürze mit nach Hause.

Mobilität fördern, Arbeitsweg sicher machen

Etwa 70 Prozent der 1.800 Beschäftigten des Bremer Martinshofes sind Selbstfahrer (werden nicht in einem Fahrdienst gefahren). Es reicht also nicht nur die sichere Werkstatt, sondern auch außerhalb gilt es für die Menschen mit Handicap die Gefahren im Straßenverkehr zu erkennen. Vor diesem Hintergrund finanzierte die Stiftung Martinshof das Projekt „Unfallprävention auf Arbeitswegen“ für Beschäftigte. An den Hauptbetriebsstätten der Werkstatt wurde eine 3-tägige Schulung für Fußgänger, für Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel (Bus/Bahn) und für Radfahrerinnen und Radfahrer organisiert. Durchgeführt wird das Projekt für insgesamt 120 Personen von Fachleuten der Verkehrswacht Bremen Stadt e.V. mit der Polizei.